Es kommt ja immer anders: Neues aus der Küche

Ich habe ja anfang das Jahres einen kleinen Eintrag auf meiner Seite erstellt, in dem ich über einige Ideen und Projekte, die ich im Laufe des Jahres umsetzen wollte, gesprochen habe. Bisher wurde auf meiner Liste der geplanten Releases nur das erste Daedric Tales Album The Divine Menace fristgerecht veröffentlicht. Was den Rest angeht, hat sich einiges geändert. Darüber werde ich im Folgenden berichten.

Was ist passiert?

Naja, garnichts. Das ist ja das Problem. Also gut, ein paar Sachen sind schon geschehen. Was das Inhumantis-Debut im März betrifft, hat mein DAW plötzlich gesponnen und mir einige essentielle VSTis aus dem Register entfernt. Daraufhin war ich einfach zu faul, um diese wieder zuzuweisen. Weiters kam mir dann noch die Daedric Tales Tour in die Quere. Dann haben meine Kollegin Johanna und ich aufgrund von Arbeits- und Unistress es nicht geschafft ein Treffen zum Weiterarbeiten zu arrangieren. Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Ich habe im vergangenen Sommersemester ziemlich angegast und meinen Studienfortschritt soweit gebracht, dass ich nun für meine Diplomarbeit forschen kann. Ich habe nur noch wenige Lehrveranstaltungen zu absolvieren, sodass ich mit Ende des Winters das Studium beendet haben könnte. Entsprechend habe ich den Motivationsschub genutzt und diese Angelegenheit priorisiert.

Gitarren-Tracking für The Myriad Crawling

Das Leben beeinflusst die Musik

Ein guter Freund lernt auf der SAE gerade Audio Engineering. Für eine Abgabe hat er eine Band gebraucht, die er aufnehmen sollte. Kurzerhand habe ich für mein neues Death Metal-Projekt The Myriad Crawling (welches bisher übrigens nur als Idee existierte) einen Song geschrieben und ihn mit dem Rest der Band bei ihm aufgenommen. Hoffentlich können wir den Track demnächst online präsentieren.

Auch haben sich meine Interessen ein wenig geändert. Ich werde keine der zuvor angekündigten Projekte über den Haufen werfen, jedoch habe ich zwei neue Konzepte, die ich unbedingt vor allen anderen Veröffentlichungen herausbringen möchte.

  • Aryan Havrest – The Anatomy of Disappointment
  • Aryan Havrest – A Not So Modern Summer
Idee für das Cover von ‚A Not So Modern Summer‘

Was kann ich mir davon erwarten?

Beide Releases werden jeweils fünf bis sieben Songs tragen und einem bestimmten Thema folgen. Die Gründe warum ich diese zwei EPs den anderen Baustellen gegenüber bevorzuge, sind folgende:

The Anatomy of Disappointment hat unschwer zu erkennen das Erleben von Enttäuschung zum Thema. Jeder Song auf dieser Scheibe beschäftigt sich jeweils mit einer Quelle oder Ursache für Enttäuschung, die mich noch nicht so ganz loslässt. Ich hoffe dadurch etwas Distanz von manchen persönlichen Angelegenheiten zu gewinnen. Genretechnisch bewegen wir uns im Downtempo.

A Not So Modern Summer hat mit einer ewig alten Guitar Pro Datei begonnen, die ich vor wenigen Tagen wieder gefunden habe. Es war ein stupider, aber sehr persistenter Indie Rock Riff, der sich sofort in meinem Ohr festgesetzte. Ich entschied mich die Idee weiterzuführen und gleich aufzunehmen. Überraschenderweise schrieb sich der Rest wie von selbst und auch der Text kam locker flockig aus der Feder. Zudem finde ich das Gesamtpaket, das nun Lyrics und Musik abgeben sehr stimmig. Das hat mich dazu veranlasst sofort einen ähnlichen Song zu planen und gleich eine Indie-EP zu konzipieren, die ein klassisches (aber etwas makaber-verdrehtes) Sommergefühl vermitteln soll. Kurz gesagt: Es macht mir gerade Spaß.

Tracklist von ‚A Not So Modern Summer‘ und Teile des Textes für ‚Dog Days‘

Und wann kommt jetzt endlich was?

Naja, A Not So Modern Summer [ab jetzt nur mehr Summer genannt] ist dafür, dass die ganze Idee bald eine Woche alt ist, relativ fortgeschritten. Ähnlich verhält es sich mit The Anatomy of Disappointment [im Folgenden als Anatomy angesprochen]. Ideen für Cover und Design habe ich auch schon und heute Abend treffe ich mich sogar noch mit einem Model und meinem Lieblingsfotografen Markus Wetzlmayr, um den Auftrag zu besprechen und einen Shooting-Termin für Anatomy auszumachen. Was Summer angeht, habe ich bereits mit dem ebenfalls sehr talentierten Daniel Bammer und einer gemeinsamen Freundin einen Shooting-Termin. Ich bin zuversichtlich, dass das Produkt toll wird. Schätzungsweise wird die Indie-EP früher fertig sein, aber ich plane beide CDs im Oktober oder November digital zu veröffentlichen. Ob ich beide oder nur eine der Releases tatsächlich auch physisch produzieren lassen werde, wird sich zeigen. Aber vor dem Erscheinen plane ich euch noch mit einem Musikvideo zu teasen. Ich freue mich schon auf das Ganze.