Neue Veröffentlichungen: Was kommt 2017?

Hurra, das neue Jahr ist da. Und wie es hier im Westen üblich ist, habe auch ich mir Neujahrsvorsätze gefasst. Jedoch werde ich euch in diesem Artikel nicht mit langweiligem Fitness und Gesundheitszeug langweilen, sondern einige Projekte vorstellen, die ich im angerissenen Jahr 2017 umsetzen möchte.

Eine Inhumantis-EP

Inhumantis ist mein Beitrag zur wachsenden Retrowave- und Synthwave-Community. Zusammen mit meiner Lieblingsillustratorin und Designerin Johanna Seidl arbeite ich unter diesem Namen an einer Comic Serie, die sich um den gestaltenwandelnden, fangschreckenartigen Superbösewicht Artjom (aka Inhumantis) und seine Antagonistin und eigentliche Heldin und Polizistin Irina handelt. Die Erzählung wird von eigens dafür geschriebener Musik unterstützt. Unser Ziel ist es den Konsumenten einzuladen sich in sein Bett zu kuscheln, seine Lava Lampen und das lila Neonlicht aufzudrehen und zum von den 80er Jahren beeinflussten Soundtrack die düstere Geschichte in einem angenehmen Tempo entspannt zu lesen.

Frühes Konzept von Artjom (Inhumantis)
Ein frühes Konzept von Artjom in seiner menschlichen Form | gezeichnet von Johanna Seidl

Im Moment arbeiten wir an einer fünf Kapitel umfassenden Geschichte, welche Charaktere, Welt und Setting von Inhumantis vorstellen soll. Jedes Kapitel erhält seinen eigenen Track, was eine EP mit fünf Songs und dem Titel Инхумантис als Resultat hervorbringt. Die EP wird vor dem Comic veröffentlich, um (und das sage ich jetzt offen und ehrlich) ein wenig Aufmerksam auf das gesamte Projekt und den folgenden Comic zu lenken.

Eine zweiteilige Konzept-EP über eine Reise, die wir täglich antreten

Meinen bürgerlichen Namen verwende ich auch für mein toller, total hipsteriges Solo-Projekt Aryan Havrest. Daweil habe ich unter dem Namen nicht viel veröffentlicht, doch das wird sich bald ändern. Interessierte erwartet eine fünf-track-starke Triphop EP, die den Hörer durch den Tag einer fiktiven Person begleitet. Die Reise wird jedoch nicht so weltlich sein, wie man den eigenen Alltag kennt. Verschiedene Stilmittel und fremde Perspektiven werden eine zentrale Rolle an diesem obskuren Morgen voller vereinsamter Orte, ruheloser Seelen und unheimlicher Gestalten spielen.

Mountain Dew and Burger King
Ein nichtssagendes Bild von Soda Pop und Burger King Produkten, um den Blogeintrag etwas bunter zu gestalten.

Ich plane die erste EP mit einem einfachen und bekömmlichen Song zu beginnen und von Track zu Track zunehmen eigenartiger und exzentrischer im Bezug auf Skalen, Arrangement und Lyrics zu werden. Was das Ganze für mich persönlich jedoch noch spannender macht, ist, dass ich das Songwriting mit dem letzten Song der EP beginnen und mich zurück zum Anfang arbeiten werde. Daher werde ich nicht sagen, dass der Hörer das Endprodukt mögen wird, jedoch garantiere ich, dass das Gesamterlebnis eigenartig wird. Um genau zu sein, ist das was ich bisher geschrieben und aufgenommen habe in der Tat eigenartig. Sehr eigenartig sogar.

Die erste EP legt das Hauptaugenmerk auf bedrückende Aspekte eines Morgens, während der zweite Teil den Wahnsinn und Erzürnendes ins Rampenlicht stellt

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Vielleicht das Bandlogo. So wack soll es jedenfalls ungefähr sein.

Die hässlichsten Surfer aller Zeiten

Meine Goregrind-Band Nuclear Monstrosity gibt es ja leider nicht mehr. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich ohne Grind nicht lange leben könnte. Daher haben ein paar Freunde und ich uns zusammengetan, um einem Spaß-Song, den ich irgendwann im Jahr 2015 mal aufgenommen habe, auch die gebührend schlechte Band zu verpassen. Croco Jack and Surfin‘ Ali mischt Surf Rock der der 60er mit stumpfem Grind. Textlich wird wird parodiert, satirisch geschrieben und manchmal auch bloß lustiger Blödsinn geschrieben.

Ich plane das Projekt gleich mit einem Album in die Welt hinaus zu katapultieren und zu beobachten, welche Verzweiflung dieses horrende Projekt verursachen wird. Sieben Songs haben wir bereits als geschrieben und als Demo aufgenommen und jeder der sie gehört hat, kann bestätigen, dass die Mischung aus Vintage-Orgel-unterstützem Surf Rock/Pop, brachialem Deathgrind und schlenderdem Goregrind in Kombination mit den einfachen und eingängigen Gesangsmelodien für einige Lachflachs sorgt. Live wird das der Hammer, also freut auch nicht nur auf eine CD wie keine andere, sondern auch auf einige der lustigsten Konzerte ever. Party hard, surf harder.

"Wer viel aufnimmt, muss auch oft Saiten wechseln!" Aryan Havrest (2017)
„Wer viel aufnimmt, muss auch oft Saiten wechseln!“
Aryan Havrest (2017)

Viel ist nicht genug, darum hier noch ein paar Sachen

Ja, ich habe mir viel vorgenommen. Das erste Daedric Tales Album The Divine Menace und das oben angesprochene Surfgrind-Album sind nicht genug große Projekte. Ich nehme mir auch vor – zusätzlich zu den zwei EPs – unter meinem Solo-Projekt auch noch ein nettes Album gegen Ende des Jahres zu veröffentlichen. Dieses wird einige Songs umfassen, die ich vor Ewigkeiten geschrieben, aber in keine meiner Bands einbringen konnte. Glücklicherweise sind sie alle sehr hipsterig und ruhig, weshalb ich sie in überarbeiteter Form mit weiteren hipsterigen Songs gesammelt als CD mit dem hipsterigen Namen Diffusive Constellations of the Mundane veröffentlichen möchte. Klingt nach hipsterigem Post-Rock, nicht wahr? Schauen wir in welche Richtung es dann tatsächlich gehen wird.

Zeitplan (unverbindlich):

  • Februar: Daedric Tales – The Divine Menace (Album)
  • März: Inhumantis – Инхумантис (EP)
  • Juni: Aryan Havrest – Journey Of Sadness (EP)
  • August: Aryan Havrest – Journey Of Madness (EP)
  • November: Croco Jack and Surfin‘ Ali – [Noch kein Titel] (Album)
  • Dezember: Aryan Havrest – Diffusive Constellations of the Mundane (Album)

Wie immer gilt: Neujahrsvorsätze sind da, um gebrochen zu werden, daher… 😛

Spaß beiseite: Ich hoffe, dass ich das Interesse einiger Besucher dieser Seite wecken konnte. In diesen Projekten steckt jetzt bereits viel Arbeit und Planung und ich bin zuversichtlich, dass ich nach diesen Arbeiten wieder ein Stück mehr Erfahrung anreichern werde. Ein großer Teil dessen wird natürlich Feedback und konstruktive Kritik sein, die ihr mir geben könnt. Ich wünsche mir sogar eure Meinungen zu hören. Diese könnt ihr mir per mail, via Facebook oder als Kommentar etwas weiter unten mitteilen.

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